marblicksweg

Facebook, Spam und andere schöne Dinge...

Seelenstriptease auf Facebook

Facebook ist groß, Facebook verbindet die Menschen. Aber mal Hands aufs Herz: Hat nicht jeder von euch einige Facebook-Freunde, denen ihr niemals private Dinge anvertrauen würdet? Arbeitskollegen, Wochenendbekanntschaften oder ehemalige Schulkollegen.

Es verwundert mich daher um so mehr, dass so viele Leute sehr private Dinge über ihren Gemütszustand oder ihre Probleme mit ihrem gesamten “Freundeskreis” teilen. Was soll das bringen? Ich denke, dass ein gutes Gespräch mit einem wahren Freund oder einer Freundin mehr bringt als 50 Kommentare auf Facebook.

Leute, die auf Facebook ihre privaten Probleme posten, möchten doch meistens nur eins: Zuspruch erhalten. Kritik möchten sie gar nicht hören. Oft sind die Probleme sogar so ernst, dass Kritik auch unangebracht wäre. Leider war aber das öffentliche Schreiben schon unangebracht.

Würden diese Leute wohl auch laut im Büro von ihren privaten Problemen erzählen? Jedem sollte eines bewusst sein: Mundpropaganda existiert auch im Zeitalter von Web 2.0 noch. Ein krasses Beispiel: Person A erzählt, wie schlecht es ihr immer geht. Person B, ein Facebook-Freund, erzählt das Person C. Person C hält Person A für ein seelisches Wrack. Person C ist der Vorgesetzte von Person A und wird bei der Verlängungerung der Arbeitsverträge zweimal überlegen.

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