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Hundeelend

HundeelendIm Sommer 2012 findet die Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine statt. Da die Ukraine ein großes Problem mit herumstreunenden Hunden hat, wurden diese kurzerhand getötet. Leider auch sehr oft auf grausame Art und Weise.
Auf Facebook erreichen mich die letzten Tage immer wieder Posts, die dieses Thema aufgreifen. Mit Titeln wie “Boykottiert die EM” wird die Tötung der Hunde an den Pranger gestellt.

Der europäische Fußballverband UEFA hat sich gegen diese grausame Tötung der Hunde ausgeprochen und begrüßt daher die Entscheidung der ukrainischen Regierung, das grausame Töten zu beenden. Die UEFA unterstützt Tierschutzorganisationen finanzell, um Tierunterkünfte zu bauen. Dort werden die Hunde sterilisiert und wieder frei gelassen. Eine gute Entscheidung!

Ich finde es nur verwunderlich, dass die Anteilnahme am Leid von Hunden größer ist, als die bei Menschen. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika wurden arme Menschen aus den Spielorten vertrieben, um die glanzvolle Berichterstattung nicht zu stören. Mehr als 65% der Südafrikaner haben keine ausreichende Ausbildung und 30% sind mit HIV infiziert. Das Elend für diese Menschen ist durch die Fußballweltmeisterschaft noch schlimmer geworden, denn sie müssen immer noch in den Baracken außerhalb der Spielorte leben.

Dass mich niemand falsch versteht: Ich finde es gut, dass Menschen sich für den Tierschutz einsetzen, aber man sollte nie vergessen, dass es auch Menschen gibt, denen es nicht gut geht, weil sie in Armut geboren sind.

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Ein Update zum Thema Hunde in der Ukraine, gibts hier.

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