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Armut in Deutschland

Wie ich den Off-Topic Kommentaren aus dem Lippstadt-Blog entnehmen konnte, handelt es sich bei dem Thema “Armut in Deutschland” für viele um eine große Sache. Jetzt möchte ich meinen Standpunkt dazu auch mal äußern.

Mit Sicherheit gibt es in Deutschland Armut. Wobei es wirklich schwierig ist Armut zu definieren. Für mich bedeutet Armut, das ich nicht genug Geld habe um die Grundbedürfnisse zu decken. Nahrungsmittel, Gesundheit, Hygiene und natürlich ein Dach über dem Kopf. Meiner Meinung nach kann das jeder in Deutschland haben. Wer in Deutschland arbeitslos wird oder  niemals gearbeitet hat, kann zum Amt gehen und Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Klar, ist das nicht viel. Aber man soll ja mit dem Geld gerade das Nötigste bezahlen können. Denn wer nichts zum Bruttosozialprodukt beiträgt, kann auch keinen Reichtum erwarten.

Wer sich dafür zu fein ist, kann schon mal nicht berücksichtigt werden. Denn dann fällt diese Form von Armut unter Eigenverschulden. Wer vor seiner Arbeitslosigkeit Schulden gemacht hat und diese auf einmal nicht mehr abtragen kann, wird im Notfall die Möglichkeit der privaten Insolvenz geboten. Warum es Menschen ohne Wohnung in Deutschland gibt, ist mir immer noch ein Rätsel. Jedem in Deutschland der es sich nicht leisten kann, wird eine Wohnung bezahlt. Auch wenn sie sehr klein ist. Aber wenn man Nichts hat, sollte man mit Etwas zufrieden sein.

Als nächstes habe ich hier ein grobe Aufschlüsselung des ALG 2 Regelsatzes (Alleinstehender):

Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren: ca. 131 Euro
Das sind am Tag (Monat mit 30 Tagen) ca. 4,40 €. Das sollte reichen wenn man nicht gerade den Anspruch hat bei McDonalds zu Essen oder alles frisch vom Metzger zu holen. Tabakwaren ist natürlich so ein Sache. Rauchen ist ein Laster was man sich dann wohl sparen sollte.

Bekleidung und Schuhe: ca. 35 Euro
Obwohl ich arbeiten gehe, kaufe ich mir alle 2 – 3 Monate mal ein paar neue Klamotten und gebe dafür vielleicht 200 Euro aus.

Gesundheitspflege: ca. 14 Euro
Praxisgebühr entfällt bei ALG 2 übrigens.

Verkehr: ca. 20 Euro
Da man nicht berufstätig ist, braucht man auch keine Monatskarte. Und niemand kann mir erzählen das er im Monat 4 Bewerbungsgespräche hat, zu denen er mit der Bahn fährt.

Freizeit, Kultur und Unterhaltung: ca. 38 Euro

Beherbergungs- und Gaststättenleistungen: ca. 10 Euro

Nachrichtenübermittlung (Telefon, Fax, Briefpost u.ä.): ca. 21 Euro
Anschlussgebühren entfallen für ALG 2 – Empfänger. Damit kann man sich eine Telefonflatrate leisten und ist so immer erreichbar.

Bei dieser Aufschlüsselung fehlen noch ca. 80 Euro (Möbel o. Haushaltsgeräte, Wohnungsnebenkosten und Sonstiges) da der Regelsatz bei 345 Euro liegt. Ein Ehepaar erhält nicht das doppelte, da gewisse Ausgaben wie Telefon oder Möbel nicht zweimal gezahlt werden (Da man ja z.B. die selben Möbel und das selbe Telefon nutzt). Jetzt würde mich interessieren wofür deutlich zu wenig bezahlt wird. Meiner Meinung nach ist das nicht viel Geld aber es reicht zum überleben. Und es ist ja auch eigentlich nur für einen kurzen Zeitraum gedacht. Es soll ja nicht so viel sein, das man nie wieder auf die Idee kommt arbeiten zu gehen. Das eigentliche Problem ist nämlich nicht, das das Arbeitslosengeld zu wenig ist, sondern der Lohn bzw. das Gehalt was man bekommt wenn man arbeiten geht.

PS: Ich habe eine zeitlang selbst ALG 2 bezogen und rede also nicht von “oben herab”.

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